Nicht „welche Substanz“, sondern „was sehe ich gerade“. 10 Zustände, die eine Entscheidung ändern — bleiben oder Notruf, weitermachen oder aufhören.
Diese Seite ist kein Ersatz für den Notruf
Wer nicht ansprechbar ist, schlecht atmet, krampft oder verwirrt ist, braucht den Rettungsdienst — 144 in Österreich und der Schweiz, 112 in der EU. Nachlesen kann man danach. Was zuerst zu tun ist
Was du siehst — und wo es steht
Anzeichen
Zustand
Was zuerst
Atmung unter 10 Zügen pro Minute · Schnarchen oder Gurgeln, das vorher nicht war · blaue Lippen oder Fingerspitzen · nicht mehr weckbar
Notruf. Bei Opioidverdacht Naloxon. Atmet sie: stabile Seitenlage. Atmet sie nicht: Herzdruckmassage.
Zittern und Muskelzucken, vor allem in den Beinen · Unruhe und Verwirrtheit · starkes Schwitzen bei steigender Temperatur · Durchfall, Übelkeit · steife Muskeln
Keine wichtigen Gespräche und Entscheidungen. Schlaf, Essen, Tageslicht. Bei Gedanken an Selbstverletzung Hilfe holen.
Drei Regeln, die für alle gelten
Der Verlauf zählt, nicht der Moment
Fast jedes einzelne Anzeichen hier kommt auch bei einem harmlosen Verlauf vor. Was einen Notfall ausmacht, ist die Richtung über die nächste halbe Stunde. Deshalb heißt beobachten: zweimal hinsehen, nicht einmal.
Die betroffene Person ist die schlechteste Quelle
Verwirrtheit, Überhitzung, Filmriss und Atemdepression haben gemeinsam, dass sie genau die Fähigkeit angreifen, mit der man sie bemerken würde. „Mir geht’s gut“ ist in diesem Zusammenhang keine Auskunft.
Der Notruf ist kein letzter Schritt
Er ist der erste, sobald eine der drei Fragen von der Notfallseite mit Nein beantwortet wird. Wer zu früh anruft, verliert nichts. Wer zu spät anruft, verliert alles, was zählt — und die Rettungskräfte sind nicht die Polizei.
Warum hier nicht mehr steht
Aufgenommen ist ein Zustand nur, wenn er erkennbar ist, bevor es zu spät ist, und wenn es etwas zu tun gibt, das den Verlauf ändert. Deshalb fehlen die Wahrnehmungsphänomene, die in vergleichbaren Verzeichnissen den größten Teil ausmachen: Muster, Farben, Verzerrungen. Sie sind häufig, sie sind harmlos, und sie ändern keine Entscheidung.