Blockiert Adenosin‑Rezeptoren im Zentralnervensystem und verzögert dadurch das Einsetzen von Müdigkeit. Der Schlafbedarf wird nicht gedeckt, sondern verschoben.
Beschreibt Wirkungen und Risiken, empfiehlt keinen Konsum, ersetzt keine ärztliche Beratung. Mengen gelten für gesunde Erwachsene ohne Vormedikation und ohne Toleranz.
Wirkung
körperlich und kognitivBei täglichem Konsum ist ein Teil dessen, was wie Wirkung aussieht, die Aufhebung des Entzugs. Der erste Kaffee stellt dann eher den Normalzustand her, als dass er ihn übertrifft.
Dosierung
oral · einzeldosisTabelle seitlich verschiebbar →
Filterkaffee ≈ 80–120 mg, Espresso ≈ 50–80 mg.
Wirkdauer
Der zeitliche Verlauf, nicht die Stärke: die Höhe ist der Anteil am eigenen Höhepunkt und hat keine Einheit. Sie stammt aus denselben vier Werten wie die Tabelle darüber — die obere Grenze jeder Spanne, also der längere der beiden Verläufe. Die Nachwirkung reicht über die Achse hinaus, bis 14 h nach der Einnahme.
Halbwertszeit ≈ 5 h. Bei hormoneller Verhütung oder eingeschränkter Leberfunktion deutlich länger — eine Dosis am Nachmittag reicht dann bis in die Nacht.
Pharmakologie
was im Körper geschiehtDer Kopfschmerz im Entzug hat einen sichtbaren Mechanismus. Bei täglicher Zufuhr bildet der Körper mehr Adenosinrezeptoren, um gegenzuhalten. Fällt das Koffein weg, trifft das angesammelte Adenosin auf all diese zusätzlichen Rezeptoren — die Gefäße im Gehirn weiten sich, und genau das ist der Schmerz. Er beginnt nach zwölf bis vierundzwanzig Stunden und verschwindet, sobald die Zahl der Rezeptoren wieder gesunken ist.
Wechselwirkungen
5 erfasstAbbau gehemmt, Blutdruck und Herzfrequenz können stark steigen. Gilt auch für pflanzliche Präparate mit MAO-hemmender Wirkung. Zur Kombination →
Kardiovaskuläre Belastung addiert sich. Herzrasen und Blutdruckspitzen treten früher auf, als die subjektive Wirkung vermuten lässt.
Überdeckt die sedierende Wirkung, hebt die Beeinträchtigung aber nicht auf. Fahr- und Urteilsfähigkeit werden dadurch regelmäßig überschätzt.
Rauchen beschleunigt den Abbau um etwa die Hälfte. Nach dem Aufhören wirkt dieselbe Menge spürbar stärker.
Keine bekannten Risiken. Wird häufig zusammen eingenommen, um Unruhe abzumildern.
Was darüber hinaus gilt
Toleranz
Die weckende Wirkung lässt zuerst nach; die Wirkung auf Herzfrequenz und Blutdruck bleibt länger bestehen.
Entzug — Kopfschmerz, Müdigkeit, Reizbarkeit — beginnt nach 12 bis 24 Stunden und hält zwei bis neun Tage an.
Woher es kommt
Isolierte 1819 als Erster reines Koffein. Er entdeckte im Lauf seines Lebens auch das Anilin und die Papierchromatographie — und starb trotzdem verarmt, nachdem ihn seine Fabrik entlassen hatte.
Angeblich auf Anregung Goethes, der ihm eine Schachtel Kaffeebohnen mitgab. Runge nannte den Stoff Kaffeebase.
Und stellt Koffein als erster künstlich her. Er bekommt 1902 den Nobelpreis, auch dafür.
Das Koffein bleibt drin — und ist bis heute der Grund, warum Colagetränke in jede Rechnung gehören.
Warum das hier steht: Koffein ist die einzige Substanz auf dieser Seite, deren Menge fast niemand zusammenzählt. Genau deshalb steht auf der MAO-Hemmer-Kombination, dass Kaffee, Cola, Energydrinks und Schmerztabletten sich addieren.
Jahreszahlen und Namen sind Angaben wie alle anderen auf dieser Seite und noch nicht belegt.
Struktur
Belege
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.