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Ich nehme ein Medikament

Der Prüfer fragt nach zwei Substanzen. Diese Seite beantwortet die andere Frage: was heißt es, wenn eines davon dauerhaft eingenommen wird.

Nicht absetzen, um Platz zu machen

Der verbreitetste Rat zu diesem Thema ist zugleich der gefährlichste. Absetzen bringt Absetzsymptome, die Rückkehr der behandelten Erkrankung und einen veränderten Zustand ohne Netz zusammen. Wer absetzen will, tut das ausschleichend und mit der behandelnden Ärztin — nie wegen eines geplanten Wochenendes. Ausführlich

SSRI und SNRI

Sertralin, Fluoxetin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Duloxetin

Sie dämpfen die Wirkung von Psychedelika und Entaktogenen oft erheblich. Das Risiko liegt selten in der Kombination und fast immer im Nachlegen, das aus der ausbleibenden Wirkung folgt.

Belegte Kombinationen · 9
Gefährlich

Serotoninsyndrom — und viele SSRI blockieren zugleich das Enzym, das Tramadol überhaupt wirksam macht. Zwei Risiken in einer Kombination.

MAO-Hemmer
Gefährlich

Serotoninsyndrom, in Einzelfällen tödlich. Zwischen beiden gehört eine Auswaschzeit — nach Fluoxetin fünf Wochen.

Johanniskraut
Gefährlich

Rezeptfrei, pflanzlich und deshalb regelmäßig nicht erwähnt. Serotonerg und zugleich abbaubeschleunigend: es addiert sich und entzieht anderen Medikamenten die Wirkung.

Vorsicht

Dämpft die Wirkung oft deutlich. Das Risiko liegt nicht in der Kombination selbst, sondern im Nachlegen, das daraus folgt.

Vorsicht

Dämpfen die Wirkung oft deutlich. Das Risiko liegt im Nachlegen, das daraus folgt.

Vorsicht

Die dämpfende Wirkung wird verstärkt, die Urteilsfähigkeit stärker beeinträchtigt als erwartet. Dazu erhöht beides die Blutungsneigung im Magen.

Vorsicht

Paroxetin und Fluoxetin bremsen den Abbau: dieselbe Menge wirkt länger und stärker. Dazu die serotonerge Summe.

Vorsicht

Serotonerge Summe bei ohnehin erhöhter Grundlast, dazu die kardiovaskuläre Belastung.

Vorsicht

Dämpft die Wirkung deutlich. Das Risiko liegt im Nachlegen, das daraus folgt — und in der serotonergen Summe.

MAO-Hemmer

Tranylcypromin, Moclobemid — auch pflanzliche Präparate und einige Antibiotika

Die Gruppe mit den gefährlichsten Wechselwirkungen überhaupt. Sie lassen sich nicht kurz pausieren; die Frage lautet nie, ob man wartet, sondern ob man es lässt.

Belegte Kombinationen · 6
Gefährlich

Der Abbau wird gehemmt, Blutdruck und Herzfrequenz können stark steigen. Betrifft auch pflanzliche Präparate mit MAO-hemmender Wirkung.

Gefährlich

Blutdruckkrise durch massiv verstärkte Noradrenalinwirkung. In Einzelfällen tödlich verlaufen.

Gefährlich

Dieselbe Mechanik: die blutdrucksteigernde Wirkung wird massiv verstärkt.

Gefährlich

Serotoninsyndrom, in Einzelfällen tödlich. Zwischen beiden gehört eine Auswaschzeit — nach Fluoxetin fünf Wochen.

Gefährlich

Lebensgefährliches Serotoninsyndrom. Betrifft auch pflanzliche MAO-Hemmer — eine der gefährlichsten Kombinationen überhaupt.

Vorsicht

Wirkung wird deutlich verstärkt und verlängert. Eine sonst mittlere Menge kann dadurch im starken Bereich landen.

Lithium

Als Stimmungsstabilisator, meist über Jahre

Aus Fallberichten sind Krampfanfälle in Kombination mit Psychedelika beschrieben. Der Mechanismus ist nicht geklärt — es gibt also keine Menge und keinen Abstand, von denen sich sagen ließe, sie seien unbedenklich.

Belegte Kombinationen · 2
Gefährlich

Aus Fallberichten sind Krampfanfälle beschrieben. Gilt als eine der gefährlichsten Kombinationen mit Psychedelika überhaupt.

Gefährlich

Aus Fallberichten sind Krampfanfälle beschrieben. Gilt als eine der gefährlichsten Kombinationen mit Psychedelika überhaupt.

Tramadol

Als Schmerzmittel verschrieben, oft ohne dass klar ist, dass es ein Opioid ist

Es wirkt opioid und serotonerg und senkt die Krampfschwelle. In der eigenen Rechnung taucht es häufig gar nicht auf, weil es als gewöhnliches Schmerzmittel wahrgenommen wird.

Belegte Kombinationen · 9
Gefährlich

Tramadol senkt die Krampfschwelle; in Kombination steigt das Risiko eines Anfalls.

Gefährlich

Beide dämpfen die Atmung. Die Kombination ist ein Hauptmechanismus tödlicher Vergiftungen.

Gefährlich

Atemdepression addiert sich. Ein erheblicher Teil der Opioid-Todesfälle geht auf diese Kombination zurück, nicht auf das Opioid allein.

Gefährlich

Tramadol senkt die Krampfschwelle; in Kombination steigt das Risiko eines Anfalls — über eine Wirkdauer von zwölf Stunden.

Gefährlich

Atemdepression von zwei Seiten, bei einer Substanz, die für Fehler keinen Raum lässt.

Gefährlich

Serotoninsyndrom — und viele SSRI blockieren zugleich das Enzym, das Tramadol überhaupt wirksam macht. Zwei Risiken in einer Kombination.

Gefährlich

Atemdepression addiert sich, die dissoziative Wirkung verschleiert die Warnzeichen.

Gefährlich

Serotonerge Wirkung plus gesenkte Krampfschwelle. Krampfanfälle sind beschrieben.

Vorsicht

Die gegenläufigen Wirkungen verschleiern sich gegenseitig. Wenn das Stimulans nachlässt, bleibt die Atemdepression.

Benzodiazepine

Diazepam, Lorazepam, Alprazolam, Oxazepam

Mit jedem anderen Dämpfenden gefährlich. Und: nach längerer täglicher Einnahme ist das abrupte Absetzen lebensgefährlich — hier ist das Aufhören der riskante Teil.

Belegte Kombinationen · 6
Gefährlich

Beide dämpfen die Atmung, und zwar überproportional. Die häufigste tödliche Konstellation überhaupt — sie wirkt verzögert, oft im Schlaf.

Gefährlich

Atemdepression addiert sich. Ein erheblicher Teil der Opioid-Todesfälle geht auf diese Kombination zurück, nicht auf das Opioid allein.

Gefährlich

Atemdepression bei gleichzeitig ausgesetzten Schutzreflexen. Erbrechen im Liegen ist hier die reale Todesursache — immer stabile Seitenlage.

Gefährlich

Atemdepression bei ohnehin engem Bereich; beide dämpfen über verwandte Wege.

Vorsicht

Sedierung addiert sich; Desorientierung und Erinnerungslücken treten häufiger auf als bei einem der beiden allein.

Vorsicht

Koffein überdeckt die Müdigkeit, hebt die Beeinträchtigung aber nicht auf. Fahr- und Urteilsfähigkeit werden dadurch überschätzt.

Was hier nicht steht

Nur die Wirkstoffgruppen, zu denen belegte Kombinationen vorliegen. Zu den allermeisten Medikamenten ist in diesem Zusammenhang nichts untersucht — und wer keine Angabe findet, hat keine Auskunft, nicht eine Entwarnung. Die Frage gehört in die Apotheke oder in die Sprechstunde, und beide sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

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